Sehenswürdigkeiten auf Amrum

Jürgen Fälchle – stock.adobe.com

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Amrum - nicht verpassen!

Amrum bietet Urlaubern ganz besondere naturelle und kulturelle Highlights. So können Sie sich beispielsweise in der Alten Mühle über die Geschichte der Insel informieren oder den Ausblick vom Leuchtturm der Insel aus genießen. Ein ganz besonderes Erlebnis ist eine Wattwanderung zu der Nachbarinsel Föhr.

Sehenswürdigkeiten und Highlights auf Amrum

Amrumer Frühgeschichtsmuseum und Windmühle besichtigen

Wenn man das Örtchen Nebel durchquert, stößt man am südlichen Ortsrand auf eine alte Windmühle, die hier zwischen 1770 und 1771 aufgestellt wurde. Da sie sich auf der damals nur wenig bewachsenen Insel auf einer Erhebung befand, war sie von allen Ecken erkennbar und diente als Seezeichen für die Schifffahrt. Dies spielte vor allem in den ersten 100 Jahren eine große Rolle, da der Amrumer Leuchtturm erst nach seinem Bau 1875 die wichtige Orientierungs- und Navigationsfunktion für Schiffe einnehmen konnte.

Nachdem die Mühle einige Male den Besitzer gewechselt hatte, übernahm 1964 der „Verein zur Erhaltung der Amrumer Windmühle e.V.“ die Pflege des historischen Bauwerks. In den zugehörigen Lagerhallen, in denen in den aktiven Zeiten der Mühle Kornsäcke gelagert wurden, entstand nach Umbauten und Renovierungsarbeiten ein Museum, um die Mühle weiterhin unterhalten zu können. Seit der Eröffnung 1964 können sich Besucher sowohl über die Geschichte der Mühle als auch über die Natur und die Lebensweise auf Amrum informieren.

Eine Besonderheit der Amrumer Mühle ist die Möglichkeit, sich hier das Ja-Wort zu geben. Eine Voranmeldung beim örtlichen Standesamt ist dafür notwendig.

Historische Hügelgräber aus vergangener Zeit

Amrum hat neben der wunderschönen Natur auch einige archäologische Highlights zu bieten. Überall auf der Insel verteilt befinden sich Ausgrabungen unterschiedlicher historischer Anlagen, die vermutlich bis in die Bronzezeit (2200 v. Chr. bis 800 v. Chr.) zurückführen.

Im Osten Amrums ist ein Feld mit alten Hügelgräbern zu bewundern, das wahrscheinlich im Mittelalter von einfallenden Wikingern angelegt wurde. Es wird vermutet, dass sich hier über 80 Grabhügel befunden haben, von denen heute jedoch nur noch wenige vorhanden sind. Die Herkunft des größten Hügels wird auf die Bronzezeit geschätzt. Auch auf dem Weg nach Süddorf kommt man an einem ähnlich alten Grab vorbei, dem so genannten Klaffhugh, das ebenfalls aus der Bronzezeit stammt.

Neben zahlreichen Hügelgräbern gibt es auf der Insel auch eine beeindruckende Wallanlage zwischen den Örtchen Nebel und Steenodde. Bei dem sogenannten „Krümmwal“ handelt es sich um einen halbkreisförmigen Wall, der vermutlich aus der Wikingerzeit stammt. Seine Funktion ist bis heute ungeklärt.

Bei einer kleinen Wanderung über die Insel kann man viele der interessanten Ausgrabungen entdecken.

Hafen Wittdün - Das Tor zur Insel

Wittdün kommt mit seinem Hafen und Fähranlager eine besondere Bedeutung zu. Der kleine Ort ist das Tor der Insel und bringt täglich zahlreiche Urlauber auf die Insel. Das bunte Treiben am Hafen fasziniert so manchen Besucher. Entdecken Sie Krabbenkutter, Tonnenleger, Rettungsboot, Jollen und Yachten.

Farbenfrohe Hippie-Bauten

Wenn Sie einen Spaziergang auf dem Kniepsand unternehmen, sollten Sie die wundervoll bunten und fantasievollen Hippie-Hütten besuchen. Die aus Strandgut zusammen gestellten Bauwerke wurden zunächst von der Inselverwaltung abgerissen, doch mittlerweile verschönern Sie das Strandbild. Die farbenfrohen Bauten ergeben ein fröhliches Bild und sind schon von Weitem gut zu erkennen. Die Hütten liegen etwa einen Kilometer nördlich des Strandzugangs von Nebel am Dünenrand. Im Dünenvorland finden Sie die "Panschos Burg", die größte Hippie-Burg Amrums.

Sandbank vor der Küste Amrums

Der Kniepsand ist eine etwa 15 km lange und 1,5 km breite Sandbank vor der Küste Amrums. Erstmals erwähnt wurde sie bereits im 16. Jahrhundert. Damals lag die Sandbank noch im rechten Winkel zu Amrum, wanderte in den folgenden Jahrhunderten aber immer weiter an die Insel heran. Bis in die 1960er Jahre trennte sie noch ein Priel, mittlerweile liegt der Kniepsand direkt an Amrums Westküste und bildet einen etwa 10 km² großen Strand aus feinem weißen Sand. Da sich die Sandbank weiterhin im Meer bewegt, wird der Strand an dieser Stelle jedoch nicht für die Ewigkeit existieren, sondern in den folgenden Jahrzehnten vermutlich um Amrum herumwandern. Der Kniepsand liegt knapp über dem Meeresspiegel, so dass der so genannte Hochsand von der Flut nicht berührt wird. Wie die gesamte Insel ist jedoch auch er im Winter von Sturmfluten bedroht. Die Sandbank liegt direkt an dem Amrumer Dünengürtel und trägt durch ihren losen Sand zur Neubildung von Dünen bei, die im Winter jedoch häufig wieder abgetragen werden. Der Kniepsand ist bei Sonnenanbetern und Badegästen sehr beliebt, da er einen flachen, sandigen Einstieg in die Nordsee ermöglicht. So können auch Kinder hier sehr gut baden. Aber auch Spaziergänger und Jogger kommen gerne an den Kniepsand, wo sie kilometerweit am Strand entlanglaufen können, ohne eine Straße überqueren zu müssen.

Amrums Wahrzeichen

Bereits 1865 wurde aufgrund des schlechten Zustandes der gesamten Nordseeküste empfohlen, ein Leuchtfeuer auf Amrum zu erbauen. Dies sollte die zunehmende Zahl an strandenden Schiffen senken bzw. dass Auffinden und das Einsegeln in das Schmaltief erleichtern. Durch politische und territoriale Veränderungen begann man mit dem Bau jedoch erst Anfang 1874. Der ein Jahr später in Betrieb genommene Leuchtturm ist nun das bekannteste Wahrzeichen, eine der begehrtesten Sehenswürdigkeiten von Amrum und der größte Leuchtturm der gesamten Nordseeküste. Für Besucher ist diese Amrumer Sehenswürdigkeit auf jeden Fall einen Besuch wert. Über 295 Stufen muss ein jeder auf sich nehmen, um auf die Aussichtsplattform zu gelangen. Dieser Weg lohnt sich, denn es bietet sich ein großartiger Panoramablick über die gesamte Insel, die Nordsee und bei guter Sicht sogar bis nach Helgoland. Die Romantik kommt an einem Ort wie diesem ebenfalls nicht zu kurz. Viele Heiratswillige nutzen den Leuchtturm von Amrum aufgrund seiner symbolträchtigen Eigenschaften und dem unvergleichlichen Blick, um sich an einem unvergesslichen Ort das „Ja-Wort“ zu geben. Der Turm kann im Sommer von Montag bis Freitag besucht werden und auch im Winter bietet der Turm jeden Mittwoch einen herrlichen Ausblick.
Das Quermarkenfeuer ist der kleine Bruder des großen Amrumer Leuchtturms. Weitere Informationen zum >>> Amrumer Quermarkenfeuer

St. Clemens - Amrums größtes Gotteshaus

Die größte Kirche Amrums ist die St. Clemens Kirche im kleinen Örtchen Nebel an der Ostküste der Insel. Das evangelisch-lutherische Gotteshaus wurde bereits im 13. Jahrhundert erbaut. Der aus Holz errichtete Bau befand sich zwischen den historischen Inseldörfern Norddorf und Süddorf und gehörte zur Gemeinde St. Johannis auf der Nachbarinsel Föhr. Die aus Backstein bestehende Kirche erhielt ein für die Region typisches Reetdach und passte somit gut in das Bild Amrums. Mittlerweile wurde das ehemals turmlose Gotteshaus weiß getüncht und verfügt heute über einen hübschen Kirchturm. Im 17. Jahrhundert erhielt die kleine Kirche eine Glocke, die anfangs in einem freistehenden Holzgestell aufgehängt wurde. Nach dem Bau des heute noch bestehenden Kirchturms zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit einer dazugehörigen Glocke wurde das Holgestell jedoch abgebaut. 1984 wurde der Turm vollständig renoviert. Die St. Clemens Kirche verfügt über einige Kunstschätze, die man sich bei einem Urlaub auf Amrum unbedingt einmal ansehen sollte. Dazu gehört eine hölzerne Apostelgruppe aus der Zeit der Frühgotik, die angeblich in einer Sturmflut angeschwemmt wurde, sowie ein romanischer Taufstein aus rötlichem Granit und ein Flügelaltar, der die vier Evangelisten zeigt. Sehenswert ist auch der sich direkt an der Kirche befindende Friedhof. Hier sind etwa 150 Grabsteine aus der Zeit zwischen 1670 und 1830 zu bewundern, von denen viele wegen ihrer aufwändigen, in Stein gemeißelten Darstellungen unter Denkmalschutz stehen.

Der ehemalige Entenfanggarten

Die Vogelkoje ist ein künstlich angelegter Fanggarten für Enten. Erstmals errichtet wurden diese Entenfangeinrichtungen im 16. Jahrhundert in den Niederlanden, bevor sie im 17. Jahrhundert auch in England genutzt wurden. Dabei wurde ein künstlicher Teich ausgehoben, der an den Ecken mit vier Pfeilern versehen wurde, die mit einem Netz überspannt wurden. Gezähmte Enten sollten Wildenten durch Öffnungen an den Seiten in die Falle locken, wo ihnen vom Betreuer der Koje der Hals umgedreht wurde, um dann gepökelt oder frisch verzehrt zu werden. Auf den Nordfriesischen Inseln setzte sich diese Art des Entenfangs erst im 18. Jahrhundert durch. Auf Föhr, Sylt, Amrum, Nordstrand und Pellworm entstanden Vogelkojen, in denen bis ins 20. Jahrhundert hinein einige Millionen Wildenten gefangen wurden. Viele Einrichtungen wurden dann geschlossen, einzelne existieren heute zu touristischen Zwecken. In der Vogelkoje auf Amrum wurden im 19. und 20. Jahrhundert über 400.000 Enten gefangen. Heute kann das Gebiet besichtigt werden und ist mit dem kleinen Teich und dem Baumbestand ein beliebter Ort für Spaziergänger und Naturliebhaber.

Friesisches Heimatmuseum

Das Öömrang Hüs ist eine spannend Sehenswürdigkeit für alle Amrum-Besucher, die sich für das Leben im historischen Nordfriesland interessieren. Das Friesenhaus aus dem 18. Jahrhundert wird als Heimatmuseum genutzt und zeigt interessante Details aus der Lebensweise der Nordfriesen. Die hier ausgestellte Wohnstube, das so genannte „Kapitänszimmer“, diente im 18. Jahrhundert gleichzeitig auch als Küche und Schlafzimmer. Das älteste Ausstellungsstück ist ein Ofen aus dem 17. Jahrhundert, der sich vor einer kreativ gestalteten Wand aus Fliesen eines alten Schiffes befindet. In diesem Zimmer lebte übrigens der Amrumer Kapitän Hark Nickelsen, dem neben der Wohnstube auch die Ausstellung „Unter Sklaven und Piraten – Die abenteuerliche Geschichte des Amrumer Kapitäns Hark Nickelsen“ gewidmet ist. Das Öömrang Hüs ist jedoch nicht nur ein wichtiges historisches Überbleibsel und Heimatmuseum, sondern auch ein Standesamt. Wer sich in einem ganz besonderen Ambiente das Ja-Wort geben möchte, kann dies im Kapitänszimmer tun. Termine müssen hier telefonisch mit dem Amt Amrum abgesprochen werden. Das Öömrang Hüs ist in der Hauptsaison von Montag bis Freitag zwischen 11 und 13.30 Uhr, von Montag bis Samstag zusätzlich von 15 bis 17 Uhr geöffnet. In der Nebensaison öffnet es nur am Nachmittag (15-17 Uhr) seine Pforten. An Sonn- und Feiertagen ist das Öömrang Hüs geschlossen.

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