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Tracht

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Friesische Tracht von Amrum

Auch wenn man es im rauen Norden weniger vermutet, die Tracht ist ein fester Bestandteil in der Kultur der Inseln und Halligen. Bis heute wird die Tracht von den Frauen auf den Nordseeinseln getragen. Die friesische Sprache und die Friesentracht sind aus dem Leben der Menschen auf Amrum nicht wegzudenken. Erstmals wurde die Tracht auf den Inseln im 16. Jahrhundert nachgewiesen. Damals waren Alltagstracht, Festtagstracht, Abendmahltracht oder Trauertracht geläufig. Der für die Friesentracht typische lange Wickelrock wird seit der Mitte des 18. Jahrhunderts getragen.

Die friesische Festtagstracht ist ein wahres Schmuckstück und besitzt einen Wert von etwa 5.000 €. Die Trachten werden in den Familien weiter vererbt, können aber auch nach alten Vorbildern neu angefertigt werden. Beim Anlegen der Tracht müssen die Amrumer Geduld mitbringen. Weiterhin sollte eine zweite Person als Helfer greifbar sein. Bis die Friesentracht richtig sitzt, vergehen mehrere Stunden. In den letzten 100 Jahren wurden keine Veränderungen an der Amrumer Tracht vorgenommen. Kirchliche Feiertage oder Hochzeiten sind würdige Anlässe, um die aufwendige Prozedur auf sich zu nehmen und die Friesentracht anzulegen.

Die Friesentracht besteht aus einem Pai genannten Trägerrock. Dieser besitzt eine Weite von bis zu fünf Metern und ist im Rücken 60-fach gefaltet. Die Ärmel bestehen aus Samt, Seide oder Taft und sind an ein Leibchen angenäht. Die weiße Schürze ist mit aufwendiger Lochstickerei versehen. Die seidenen Schultertücher werden am Mieder festgesteckt. Das mit einem breiten Samtband verzierte Kopftuch wird haubenartig um den Kopf geschlungen. Verheiratete Frauen tragen zusätzlich eine rote, mit Perlenschmuck versehene Haube. Die Brust der Trägerinnen ziert filigraner Silberschmuck. Die Amrumer Tracht besteht aus acht Knöpfen und einer mehrgliedrigen Kette. Ursprünglich stammte der Silberschmuck von portugiesischen Seefahrern. Bis heute wird der Trachtenschmuck aus Portugal importiert.